Hier finden Sie die im Dezember 2019 entstandenen Interviews mit führenden Vertretern von UNIQ-Unternehmen:


Jahresinterview mit den Vorstandsvorsitzenden der simply Group, Maximilian Brügge

Wie entwickeln sich die wirtschaftlichen Kennzahlen im laufenden Jahr? Mit welchen Zahlen rechnen Sie zum Ende des Jahres 2019 für das komplette Jahr?

Wir erwarten am Flughafen Emden insgesamt einen Anstieg der Passagierzahlen um die 10%, so sollten wir in Zahlen ein Plus von ca. 25.000 Paxen auf ungefähr 275.000 Passagiere. Das liegt vor allem an dem neu gebauten Terminal, welches eine Kapazität von bis zu 750.000 Passagieren hat. Allerdings entstand dieses Passagierplus hauptsächlich im Sommer, denn leider mussten wir in Emden einige Routenstreichungen verkraften. So gab Ryanair beispielsweise ihre gesamten Routen ab Emden auf. Auch bei jump sah es 2019 nicht schlecht aus. Bis zum aktuellen Zeitpunkt ist erst eine ATR ab Emden im Einsatz, eine Zweite schon bei uns Eingetroffene wird Mitte Januar folgen. Zur Auslastung kann eigentlich nur positives gesagt werden, denn auf allen Flügen beträgt die Auslastung mindestens 79%, was für den Standort Emden spricht. Über die Gewinne kann ich an dieser Stelle leider nicht sprechen.

Welche Höhepunkte hat das Jahr 2019 für Ihr Unternehmen gebracht?

Aus meiner Sicht gab es zwei große Höhepunkte in 2019. Der erste Höhepunkt ist meiner Meinung nach die Grundsteinlegung des neuen Terminals in Emden im Juli. Knapp 6 Monate später konnte es im Dezember schon in Teilen eröffnet werden. Der zweite Höhepunkt ist sicherlich der Baubeginn in Mannheim Anfang Januar 2019. Dort entsteht ein neuer Flughafen, welcher vorrausichtlich im Januar in den Testbetrieb geht und im Februar in Teilen eröffnet wird.

Welche konkreten Pläne hat Ihr Unternehmen? (Bautätigkeiten am Airport, Neuanschaffung für die Flotte etc. / Anm. d. Redaktion)

Wie schon angesprochen wird 2020 erstmals Mannheim komplett in den Betrieb gehen und in Emden der Rest des neuen Terminals eröffnet. Zudem sind 5 ATR für jump neu bestellt, eine davon wird schon Mitte Januar in Emden eintreffen. Zudem wird jump A321 für touristische Routen ordern, welche dann ab Mannheim eingesetzt werden. Für Emden sind vorerst keine Stationierungen der neu bestellten Maschinen geplant.

Welche Pläne hat Ihr Unternehmen für die nähere Zukunft? Gibt es Überlegungen für die strategische Planung?

Dazu kann ich Ihnen selbst noch nicht viel sagen. Wir arbeiten weiter an einem Konzept in Richtung Drehkreuz Mannheim. Wir möchten nicht zu einer Point-to-Point Airline werden, welche sich nur auf die Aufnahme neuer Strecken konzentriert. Vielmehr möchten wir unsere jump vor allem optimieren und weiter profitabel betreiben und 2020 dann auch erstmals in Holiday-Geschäft einsteigen. Konkretere Planungen gibt es dazu allerdings noch nicht.

Wie beteiligt sich Ihr Unternehmen an der UNIQ? Wie profitiert Ihr Unternehmen von UNIQ?

Da wir aktuell „nur“ mit Emden Mitglied sind, halten wir uns eher etwas zurück, was beispielsweise größere Entscheidungen betrifft. Dennoch profitieren wir von der UNIQ. In erster Linie ist es für uns hilfreich, uns mit anderen Unternehmen auszutauschen, zu beraten und einfach mal zu unterhalten. Wir hoffen, dies auch 2020 weiterführen zu dürfen und freuen uns auf ein neues Jahr.

Wie sehen Sie die UNIQ aufgestellt? Gibt es Vorschläge Ihres Unternehmens für die Zukunftsplanung der UNIQ?

Leider war ich 2019 nicht persönlich bei der UNIQ-Konferenz anwesend, was ich allerdings mitbekommen habe, hat mich sehr gefreut. Besonders der Vorschlag einer Flugschule gefiel und gefällt mir gut. Zudem wurde der Vorschlag gemacht, eine UNIQ-weite Airline zu gründen. Persönlich fand ich diese Idee sehr gut, leider war ich damit aber anscheinend der Einzige. Mich würde z.B. ein UNIQ-Connect-System zwischen den UNIQ-Airports begeistern, sodass Umsteigeflüge innerhalb des UNIQ-Konzerns deutlich vereinfacht werden. Sicherlich hat ein solches System seine Vor -und Nachteile.

Was wollen Sie über UNIQ oder zu anderen Themen schon immer mal sagen?

Freuen wir uns auf ein erfolgreiches 2020!

Danke für das Gespräch 😊


Jahresinterview mit Dr. Andreas Zachara, Vorstandsvorsitzender des Flughafen Bocholt (BIA)

Wie entwickeln sich die wirtschaftlichen Kennzahlen im laufenden Jahr? Mit welchen Zahlen rechnen Sie zum Ende des Jahres 2019 für das komplette Jahr?

Wir haben hier in Bocholt ein erfolgreiches Jahr absolviert. Unsere Passagierzahlen schließen wir zum Ende 2019 wohl mit einem plus von 5% ab. Im Frachtgeschäft bleiben wir in etwa auf demselben Stand wie in 2018. Lediglich 890 Tonnen Luftfracht wurden dieses Jahr mehr abgefertigt.

Welche Höhepunkte hat das Jahr 2019 für Ihr Unternehmen gebracht?

Wir konnten mit German Air eine neue starke Airline für den Bocholter Flughafen hinzugewinnen. Zusätzlich stationiert diese Airline direkt eine Maschine des Typs Dash 8-400 an unserem Flughafen. Leider gab es auch über negative Höhepunkte in Bocholt zu berichten. So sind in Bocholt Baumängel am Terminalgebäude aufgedeckt worden, sodass für 2020 der Start eines Neubaus in Bocholt geplant ist.

Welche konkreten Pläne hat Ihr Unternehmen? (Bautätigkeiten am Airport, Neuanschaffung für die Flotte etc. / Anm. d. Redaktion.

Westfalia Airways wird eine Flottenumstrukturierung vornehmen. So werden die älteren Bae 146 Maschinen ausgemustert und durch weitere Airbus A 318 ersetzt. Zusätzlich wird unser Neubau des Flughafens an erster Stelle stehen. In den Vorabplänen gehen wir nun von zwei Runnways aus und auch von mehr Parkpositionen als das vorher der Fall war. Auch eine größere und etwas gesonderte Cargo City soll entstehen. Mehr geben wir zum momentanen Stand aber noch nicht Preis.

Welche Pläne hat Ihr Unternehmen für die nähere Zukunft? Gibt es Überlegungen für die strategische Planung?

Ich denke das unserer bisheriges Konzept gut aufgegangen ist uns so oder so ähnlich werden wir dieses auch fortsetzen. Gezielter wollen wir aber in Zukunft auf Passagiere in den Benelux Staaten eingehen und dort auch unsere Werbetrommel mehr rühren.

Wie beteiligt sich Ihr Unternehmen an der UNIQ? Wie profitiert Ihr Unternehmen von UNIQ?

Wir sind nun seit fast drei Jahren als Vollmitglied in der UNIQ und haben noch viel vor. Eine solche Allianz profitiert von jedem seiner Mitglieder, so auch von uns. Ein wichtiger Punkt ist das Einbringen jeglicher Mitglieder das gezielt alle davon profitieren können. Aber da sehe ich uns und auch die anderen Airport Vorstände auf einem guten Weg.

Wie sehen Sie die UNIQ aufgestellt? Gibt es Vorschläge Ihres Unternehmens für die Zukunftsplanung der UNIQ?

Ich bin mit der Aufstellung der UNIQ sehr zufrieden und sehe uns als starken Bund. Dennoch sind wir stets auf der Suche nach neuen Flughäfen und Airlines die unserem starken Konstrukt beitreten wollen. Zusätzlich fänden wir von unserer Seite schön, wenn unsere Arbeit so Intensiv bleibt wie im letzten Jahr. Unser Vorschlag Anfang 2018 mit einer eigenen Gruppe, in der man sich direkt über das Mobiltelefon austauschen kann hat bis jetzt nur Vorteile hervorgebracht. Auch die jährlichen Treffen der Vorstände auf neutralem Grund am Frankfurter Flughafen lohnen sich jedes Jahr. Deswegen wird für 2020 ein solches Treffen bestimmt wieder angestrebt.

Was wollen Sie über UNIQ oder zu anderen Themen schon immer mal sagen? 

In erster Linie möchte ich mich nochmals bei allen Besuchern, Reisenden und Mitarbeitern für das erfolgreiche Geschäftsjahr 2019 bedanken. Außerdem ist es an der Zeit auch mal ein großes Danke an die anderen Flughafenvorstände der UNIQ zu senden. Wir sind sehr stolz ein Mitglied sein zu dürfen. Und freuen uns noch viele Projekte mit euch zu starten. Zusätzlich möchten wir aber auch noch jedem Mitglied mitgeben, das die UNIQ bereits seit 2008 besteht und sich irgendwie zur Tradition geworden ist seine Ideen und Vorschläge einzubringen. Macht dies stets weiter und lasst euch nicht von eurem Weg abbringen so wie es in diesem Jahr zum Beispiel in Wuppertal der Fall war. In diesem Sinne allen ein erfolgreicher Start in Jahr 2020

Danke für das Gespräch!


Jahresinterview mit dem CEO der AGP-Group, Dr. Frank Müller:

Wie entwickeln sich die wirtschaftlichen Kennzahlen im laufenden Jahr? Mit welchen Zahlen rechnen Sie zum Ende des Jahres 2019 für das komplette Jahr?

Bis jetzt sind wir sehr zufrieden mit dem Jahr 2019. Durch die Neuausrichtung von Germanair und weitere Kooperationen wie mit ACI Cargo oder der Simply Group rechnen wir mit einer Steigerung des Gewinns um 10% im Gegensatz zu letztem Jahr.

Welche Höhepunkte hat das Jahr 2019 für Ihr Unternehmen gebracht?

Einer der größten Höhepunkte für die APG-Group war die Einführung einer vollwertigen Businessclass bei Germanair und die damit stärke Fokussierung auf Geschäftskunden. Aber auch der Start der Regionalairline Suebica in Zusammenarbeit mit dem Flughafen Kiel und der DMA Group war eine große Bereicherung.

Welche konkreten Pläne hat Ihr Unternehmen? (Bautätigkeiten am Airport, Neuanschaffung für die Flotte etc. / Anm. d. Redaktion)

Der nächste Schritt ist die Fertigstellung des neuen General Aviation Bereiches am Flughafen Nîmes und dem Start der UNIQ Flight Academy.

Welche Pläne hat Ihr Unternehmen für die nähere Zukunft? Gibt es Überlegungen für die strategische Planung?

Wir wollen die Flotte von Rentjet erneuern und auf den neusten Stand bringen um für Kunden noch attraktiver operieren zu können. Auch wird die strategische Beteiligung an weiteren Flughäfen in Betracht gezogen.

Wie beteiligt sich Ihr Unternehmen an der UNIQ? Wie profitiert Ihr Unternehmen von UNIQ?

Aktuell ist nur Fluxair Mitglied der UNIQ. Dies soll sich aber im nächsten Jahr ändern. Nach dem Abschluss der Restrukturierung der Germanair und des Flughafen Nîmes hoffen wir bald mit beiden der UNIQ beitreten zu dürfen. Besonders ist für uns auch der Standort der UNIQ Flight Academy am Flughafen Nîmes.

Wie sehen Sie die UNIQ aufgestellt? Gibt es Vorschläge Ihres Unternehmens für die Zukunftsplanung der UNIQ?

Wir sehen die UNIQ sehr gut aufgestellt. Besonders durch die ständige Erweiterung der Geschäftsfelder wie mit UNIQ Sky Gourmet oder der UNIQ Flight Academy ist die UNIQ für die Zukunft gut aufgestellt. Ein Wunsch von mir währe die weitere Vernetzung der UNIQ Flughäfen untereinander.

Was wollen Sie über UNIQ oder zu anderen Themen schon immer mal sagen?

Wir sind sehr froh Partner der UNIQ Allianz zu sein und hoffen die Hürden der nächsten Jahr mit der UNIQ Allianz bewältigen zu dürfen.

Danke fürs Gespräch 😊


Jahresinterview mit Patrick Lang, dem CEO der Fluggesellschaft Bonnair

Wie entwickeln sich die wirtschaftlichen Kennzahlen im laufenden Jahr? Mit welchen Zahlen rechnen Sie zum Ende des Jahres 2019 für das komplette Jahr?

In Anbetracht der Tatsache, dass viele Zielvorgaben dieses Jahr nicht erreicht wurden, rechnen wir mit einem soliden Ergebnis. Gerade der misslungene Umzug zum BNJ, der aufgrund weiterer Verzögerungen der Bauarbeiten auf 2020 verschoben werden musste, wirkt sich negativ auf unsere Zukunftspläne aus. Weitere Einzelheiten für Stakeholder sind dem Finanzreport zu entnehmen.

Welche Höhepunkte hat das Jahr 2019 für Ihr Unternehmen gebracht?

Die Bonnair Group konnte sich in diesem Jahr erneut auf dem Markt mit ausgezeichnetem Service beweisen. Mit dem gemeinsamen Projekt des Bonnair-Terminals am BNJ wurde ein Grundstein für die zukünftige Entwicklung gesetzt. Ein besonderer Höhepunkt dieses Jahr war zudem die Zusammenarbeit innerhalb der UNIQ-Allianz.

Welche konkreten Pläne hat Ihr Unternehmen? (Bautätigkeiten am Airport, Neuanschaffung für die Flotte etc. / Anm. d. Redaktion)

In das kommende Jahr gehen wir noch ambitionierter als je zuvor. Am Flughafen Bonn soll Ende 2020 das LCC-Terminal eröffnen. Bevor 2021 das eigene BN-Terminal eröffnet, wird Bonnair ihren operativen Betrieb dorthin verlegen.

Am BNJ laufen momentan zahlreiche weitere interessante Projekte an, an denen sich die Bonnair Group beteiligt. Im Frühjahr 2020 kommen dazu weitere Informationen auf der Webseite des BNJ.

Welche Pläne hat Ihr Unternehmen für die nähere Zukunft? Gibt es Überlegungen für die strategische Planung?

Die Langstrecke ist bisher ein Verlustgeschäft, daher wird das Angebot entsprechend angepasst. Ein Neuanlauf des Programms mit moderner Flotte wird Anfang 2021 angegangen. Der nächste Schritt ist daher die Entscheidung für ein passendes Fluggerät.

Wie beteiligt sich Ihr Unternehmen an der UNIQ? Wie profitiert Ihr Unternehmen von UNIQ?

Die Bonnair Group beteiligt sich an zahlreichen Programmen innerhalb der UNIQ-Allianz. Unsere Fluggäste können durch das gemeinsame UNIQ-Vielfliegerprogramm Meilen auf all unseren Flügen sammeln. Wir bieten außerdem das transparente und einheitliche Tarifsystem Q-Classes für Bordprodukte an. Durch die Anbindung an das UNIQ-Drehkreuz in Sharm al Icona ergibt sich für Passagiere ein weltweites Netzwerk an Destinationen.

Wie sehen Sie die UNIQ aufgestellt? Gibt es Vorschläge Ihres Unternehmens für die Zukunftsplanung der UNIQ?

Die UNIQ ist mit ihrer Vernetzung von Airports, Airlines und gemeinsamen luftfahrtbezogenen Projekten einzigartig. Ich hoffe, dass sich diese Entwicklung fortsetzt und wir auch im kommenden Jahr voneinander profitieren können.

Was wollen Sie über UNIQ oder zu anderen Themen schon immer mal sagen?

Ich möchte mich bei allen Mitgliedern der UNIQ-Allianz für den Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft in diesem Jahr bedanken. Ich würde mir wünschen, dass wir auch im kommenden Jahr uns weiter entwickeln und wir vielleicht sogar die eine oder andere Verstärkung durch neue Mitglieder bekommen.

Danke fürs Gespräch 😊


Jahresinterview mit Dr. Mariette Waldner, CEO des Flughafens Berlin-Michelstadt

Red: Frau Waldner, wie entwickeln sich die wirtschaftlichen Kennzahlen im laufenden Jahr? Mit welchen Zahlen rechnen Sie zum Ende des Jahres 2019 für das komplette Jahr?

Dr. Waldner: 2019 scheint ein recht stabiles Wirtschaftsjahr zu werden. Obwohl insbesondere mit der Pleite von Germania einer der großen Player an unserem Airport verschwunden ist, zeigen sich die Kennzahlen aufs Jahr betrachtet sehr stabil. 2019 wird demnach kein Rekordjahr werden, aber wahrscheinlich das drittbeste in unserer Unternehmensgeschichte. Und damit kann man durchaus zufrieden sein. Bei den Passagierzahlen werden wir demnach bei rund 21 Millionen liegen und damit in etwa auf dem Vorjahresstand. Wirtschaftlich wird es wahrscheinlich das erfolgreichste Jahr in unserer Unternehmensgeschichte werden. Die genauen Zahlen werden wir dazu im Januar 2020 vorlegen können, wenn die Wirtschaftsprüfer darüber geschaut haben.

Red: Welche Höhepunkte hat das Jahr 2019 für den Flughafen Berlin-Michelstadt International gebracht?

Dr. Waldner: Ein Höhepunkt war sicher die Eröffnung der neuen Niederlassung von LSG-Skychefs. Daneben konnten wir im BMI-Airrailcenter eine Flightacademy für die Flugbegleiter der UNIQ-Airlines eröffnen, die dem Vernehmen nach sehr stark ausgelastet ist. Die UNIQ-Allianz hat daher bereits einen Bauantrag für ein eigenes Gebäude gestellt, das voraussichtlich Ende 2020 eröffnet werden kann. Mit Jetworx hat ein weiterer Technikbetrieb eine Niederlassung am BMI eröffnet. Und ein ganz großer Höhepunkt war sicherlich die Eröffnung des neuen Perishable-Centers in der Cargoworld. Im April ist unser Airport nach über 8-jähriger Bauzeit auch an das U-Bahnnetz von Berlin angeschlossen worden. Das verbessert die Erreichbarkeit unseres Flughafens nachhaltig. Zu Beginn des Jahres wurde der Gleisanschluss auf unser Cargovorfeld fertig gestellt, was LKW-Fahrten überflüssig macht. Außerdem wurde der Hauptrollweg zwischen den Terminals grundständig erneuert und die Luftwaffe hat einen kleinen Stützpunkt an unserem Flughafen eröffnet, um die Regierungsflüge besser handeln zu können. Am meisten hat mich gefreut, dass die Super-Conny des Aero-Club Berlin-Michelstadt nun saniert und flugbereit ist. Diesen Sommer über fanden damit bereits viele Rundflüge statt, die nun weit über das hinaus gehen, was bisher vom Aero-Club angeboten wurde.

Red: Welche konkreten Pläne hat Ihr Unternehmen?

Dr. Waldner: Im kommenden Jahr wollen wir endlich die Befeuerung an den Landebahnen sanieren. Das schieben wir nun schon seit drei Jahren. Außerdem sollen die Instrumentenlandesysteme erneuert werden. Um das durchziehen zu können, werden beide Pisten abwechselnd gesperrt werden müssen. Wir werden das vermutlich im Spätsommer nach der starken Urlaubssaison umsetzen. Zudem sind wir gerade am überlegen, wie wir unser 10 Jahre altes Terminal A den heutigen Bedürfnissen entsprechend umgestalten. Im Terminal A fehlt ein Zentralbereich mit Shopping- und Gastro-Zone. Hier haben sich die Konsumbedürfnisse im vergangenen Jahrzehnt erheblich geändert und wir wollen darauf reagieren. Außerdem wollen wir die Haltestellen des Skytrain sanieren und erstens attraktiver machen und zweites optisch anpassen und gleich gestalten.

Red: Gibt es auch Überlegungen für die strategisch langfristige Planung?

Dr. Waldner: Naja, alles was wir tun ist von einer strategischen Überlegung getragen. Mein Traum ist es ja immer noch, dass wir langfristig ein paralleles Pistensystem bekommen, das unsere Kapazität luftseitig deutlich erhöht. Mit dem jetzigen Pistensystem ist unser Wachstum eingeengt. Aber natürlich gibt auch jetzt noch Luft nach oben. Wir wären jederzeit in der Lage, bis zu 35 Millionen Passagiere über die bestehende luftseitige Infrastruktur abzufertigen. Lediglich bei den Terminals müssten wir nachbessern. Aber da ist Platz genug, um kurzfristig zu reagieren. Aufgrund der Klimadiskussion planen wir derzeit aber eher behutsam. Wir brauchen nicht unbedingt ein großes Wachstum, wir brauchen eine hohe Rentabilität. Und die haben wir mit den heutigen Passagierzahlen und der bestehenden Infrastruktur auf jeden Fall.

Red: Wie beteiligt sich Ihr Unternehmen an der UNIQ? Wie profitiert Ihr Unternehmen von UNIQ?

Dr. Waldner: UNIQ ist für unseren Airport ein wichtiger Baustein, um national und international auf höchstem Niveau vernetzt zu sein. Dank der erfolgreichen und intensiven Zusammenarbeit innerhalb der UNIQ profitiert unser Airport erheblich. So hat der UNIQ-Cargocarrier A.C.I. seinen Welthub an unseren Airport verlegt. Mit Air Icona haben wir eine quasi hauseigene Airline mit einem attraktiven Drehkreuz im Nahen Osten an Bord, die hochattraktive Verbindungen nach Fernost und nach Australien im Programm hat. Und der fachliche Austausch ist auch perfekt. Wir lernen durch UNIQ immer wieder Neues dazu. Und dass die UNIQ-Flightacademy einen ihrer beiden Standorte am BMI hat, spricht doch eigentlich für sich. Ach ja: Mit Avicon hat eine große UNIQ-Airline außerdem ihren Sitz am BMI. Und UNIQ-Sky-Gourmet ist bei uns in Berlin-Michelstadt auch ganz gut aufgestellt. Das ist eine Symbiose, die für beide Seiten attraktiv ist.

Red: Wie sehen Sie die UNIQ aufgestellt? Gibt es Vorschläge Ihres Unternehmens für die Zukunftsplanung der UNIQ?

Dr. Waldner: Bei UNIQ lief es rund. Vor allem das zweite Treffen der CEOs fast aller UNIQ-Gesellschaften im Sommer in Frankfurt war wieder ein voller Erfolg. Einige Dinge müssen aber noch umgesetzt werden. So sollten eigentlich im Spätsommer Trainingsflugzeuge angeschafft werden, damit an einen weiteren UNIQ-Standort eine Flight-Academy für angehende Piloten entsteht. Allerdings gibt es diesen neuen Flughafen in Frankreich noch gar nicht und auch die Trainingsflugzeuge sind noch nicht einmal bestellt. Es wäre wichtig, dass Dinge, die besprochen wurden, dann auch von den zuständigen UNIQ-Unternehmen zeitig umgesetzt werden. Schließlich wollen wir im kommenden Jahr ja wieder weitere Schritte beschließen. Da wäre es hilfreich, wenn beschlossene Projekte bis dahin abgeschlossen wären. Insgesamt pflegen wir in der UNIQ eine freundschaftliche Atmosphäre. Das ist schön und durchaus etwas Besonderes in unserem Business.

Red: Was wollen Sie über UNIQ oder zu anderen Themen schon immer mal sagen?

Dr. Waldner: Dass ich mich sehr freue, mit unserem Airport Mitglied der UNIQ sein zu dürfen und ich den persönlichen Austausch sehr schätze.

Red: Frau Dr. Waldner, vielen Dank für das Gespräch!

Dr. Waldner: Ich danke Ihnen und wünsche allen Leserinnen und Lesern schöne Weihnachtsfeiertage und ein gutes Neues Jahr. Und wenn sie in Michelstadt, Berlin oder sonst wo in unserer Nähe wohnen, dann lade ich Sie auch gerne ein zu einem Besuch auf unserem herrlichen Weihnachtsmarkt auf der Airport Plaza, der noch bis zum 26.12.2019 geöffnet hat.


Herbstinterviews mit dem CEO der DMA-Group, Dr. Reinhard Schulte

Wie entwickeln sich die wirtschaftlichen Kennzahlen im laufenden Jahr? Mit welchen Zahlen rechnen Sie zum Ende des Jahres 2019 für das komplette Jahr?

Augsburg:

Der Flughafen durchlief im laufenden Geschäftsjahr eine Krise in vielerlei Hinsicht. Zum Jahreswechsel hat Eurowings die Langstreckenflüge ab Augsburg eingestellt, Anfang Februar ging Germania in die Insolvenz. Kurz darauf hat Ryanair angekündigt, die größte deutsche Basis am Flughafen Augsburg mit 13 stationierten Boeing 737-800 aufzugeben. Das immer besser werdende Fernverkehrsangebot der DB machte Inlandsflüge nur wenig profitabel und die Passagierzahl brach um 42% auf 4,86 Millionen ein. Auch haben sich verschiedene Cargo-Airlines verabschiedet und Avicon Technical Solutions hat den Pachtvertrag für den am Airport befindlichen Technikbetrieb gekündigt. Nach dem die DMA-Group den Airport übernommen und den Beschluss zur Erweiterung des Airports gefasst hat, konnten einige Partner zurückgewonnen werden. Ryanair wird wieder bis zu vier Maschinen am Airport stationieren, auch Sun Express, Eurowings und nicht zuletzt Aerodiaz bieten seit dem Winterflugplan ein breites Streckenportfolio an. Dank dieser Stabilisierung des Angebots erwarten wir das Jahr mit ca. 5.450.000 Pax abzuschließen, was einem Plus von 12% entspricht.

Stralsund:
Verglichen mit dem Vorjahr steigen die Passagierzahlen in Stralsund wieder leicht. Das freut uns sehr, denn mit der Pleite von Germania und dem Weggang von Ryanair hatte unser Airport mächtig zu kämpfen. 2018 konnten knapp 700.000 Passagiere abgefertigt werden, 11% weniger als im Jahr zuvor. Um dem Negativtrend gegenzulenken startet seit diesem Jahr mit Aerodiaz, der hauseigenen Marke der DMA-Group, in Stralsund ein neuer Carrier zu attraktiven Warmwasserzielen. Zwar ist die Destinationspalette nicht so groß wie zu den besten „Ryanair-Zeiten“, aber die ersten Zahlen aus diesem Jahr stimmen uns sehr positiv für die weitere Zusammenarbeit. Auch Suebica hebt mittlerweile in Stralsund ab und bedient mit kompakten Dash Q-100 Fliegern zweimal täglich München sowie ausgewählte Städte der Dänischen- und Schwedischen Ostseeküste. Das Jahr 2019 werden wir voraussichtlich mit einem leichten Passagierplus abschließen.

La Palma:

Die Pleiteserie namenhafter Ferienfluggesellschaften ging auch am Aeropuerto de La Palma nicht spurlos vorüber. Trotzdem entwickelten sich die Passagierzahlen positiv und stiegen im Vorjahresverglich um knapp 2% auf vsl. 931.000. Wir werden abwarten, wie sich die Dinge entwickeln und dann entscheiden, mit welchen „neuen“ Fluggesellschaften wir uns eine Zusammenarbeit vorstellen können. Wir sind durchaus gewillt auch Low-Cost-Carrier am Airport zu begrüßen, dürfen aber dabei den nachhaltigen Tourismus, der diese Insel auszeichnet, nicht vergessen.

Welche Höhepunkte hat das Jahr 2019 für Ihr Unternehmen gebracht?

Augsburg:

Nun, wir haben den Flughafen Augsburg erst im August dieses Jahrs von der BMI-Group übernommen. Ein besonderer Höhepunkt war bislang der erste Spatenstich zum Bau des neuen Terminal C und dem davor befindlichen DMA-Tower. Im Dezember wird der gesamte Bereich inklusive des neuen Terminals feierlich eröffnet.

Stralsund:

Absoluter Höhepunkt war die feierliche Einweihung des neuen Terminals. Das Nebengebäude wurde ausgebaut, das Hauptgebäude saniert und mit vier Fluggastbrücken ausgestattet. Das neue, moderne Terminal bietet mehr Komfort für unsere Gäste, alle Ausgänge sind barrierefrei und es erhöht unsere Kapazität auf 2,5 Mio. Passagiere pro Jahr. Außerdem ist unsere Bedeutung als Standort der Luftwaffe wieder gewachsen. Auf der Fläche des alten Cargo-Centers wurden sogenannte Hardened Aircraft Shelter, Hangars zur militärischen Nutzung, erbaut.

La Palma:

Das größte Highlight der letzten Zeit für den Aeropuerto de La Palma war der UNIQ-Beitritt vor einem Jahr. Auch die gute Zusammenarbeit mit Wingjet und Jetsun macht den Erfolg des letzten Jahres aus. Doch auch einen kleinen Baufortschritt gibt es zu vermelden. Am nördlichen Terminalende (Vorfeldbereich, parallel zur Runway) ist eine überdachte Anlage für die Flughafen-Gepäcklogistik entstanden.

Welche konkreten Pläne hat Ihr Unternehmen? (Bautätigkeiten am Airport, Neuanschaffung für die Flotte etc. / Anm. d. Redaktion)

Augsburg:

Natürlich steht bei uns der große Ausbau des Flughafengeländes im Mittelpunkt. Mit unserem neuen Terminal C können bis zu 6 Millionen Reisende pro Jahr abfliegen oder ankommen. Auch unsere Infrastruktur wächst gewaltig, es entstehen eine neue Tiefgarage, der DMA-Tower, das ELITA-Business Center und das Mövenpick Airport-Hotel. Damit wollen wir uns für die Zukunft aufstellen. Mit unserer erstklassigen Infrastruktur, der schnellen Anbindung nach München und hochmodernen Terminals haben wir ein großes Wachstumspotential. Langfristig möchten wir noch um ein weiteres Terminal D wachsen und eine Jahreskapazität von 18 Millionen Passagieren erreichen.

Stralsund:

Das Flugangebot betreffend wollen wir natürlich wieder wachsen. Die Grundvoraussetzungen sind mehr denn je vorhanden und wir befinden uns bereits in fruchtbaren Verhandlungen mit einigen Airlines. Bautätigkeiten am Airport wird es keine geben. In den letzten sechs Jahren haben wir auf dem Flughafengelände quasi jedes Gebäude saniert, erweitert oder neu gebaut. Einzig der Hangar und Teile des Militärgeländes wurden so übernommen. Wir sind top-zufrieden mit dem Zustand des Airports.

La Palma:

Fürs kommende Jahr ist die Errichtung eines neuen ELITA GA-Terminals geplant. VIP-Kunden erwartet eine stilvolle und luxuriöse Lounge und auch Hubschrauber-Flüge werden dann von hier aus abgefertigt.

Welche Pläne hat Ihr Unternehmen für die nähere Zukunft? Gibt es Überlegungen für die strategische Planung?

Augsburg:

Wie schon erwähnt wollen wir weiter wachsen und unser Flughafengelände um ein Terminal D erweitern. Die ersten Pläne und Ideenspiele dazu entstanden im Sommer dieses Jahrs in enger Absprache der Aufsichtsräte mit der Stadt Augsburg. Mittlerweile haben wir gemeinsam ein umfangreiches Konzept für den Ausbau entwickelt und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Die Erweiterung im Osten sieht ein Satellitenterminal vor, welches mit 14 Gates ausgestattet ist und Passagierflugzeuge aller Größen abfertigen kann. Durch ein unterirdisches autonomes Transportsystem wird es an Terminal C angeschlossen. Dahinter wird eine zweite Runway entstehen, um die bestehende Start- und Landebahn zu entlasten.

Stralsund:

Wir wollen vor allem unsere tolle Infrastruktur nutzen, Tourismus in der Region weiter fördern und auch unser Angebot für Geschäftsreisende optimieren. Wir haben investiert, unser oberstes Ziel ist es nun wieder mehr Passagiere zu erreichen.

La Palma:

Wir werden abwarten, wie sich der Tourismus in den kommenden Jahren entwickelt. La Palma steht nicht für Massenabfertigung und Bettenburgen, sondern für sanften und individuellen Tourismus – und diese charakteristischen Prädikate soll diese herrlich grüne Insel auch weiter tragen.

Wie beteiligt sich Ihr Unternehmen an der UNIQ? Wie profitiert Ihr Unternehmen von UNIQ?

DMA-Group:
Nach dem Treffen der UNIQ-Vorstände im Sommer steht derzeit die gemeinsame Planung der UNIQ Flight Academy im Vordergrund, an der wir uns mit der Bestellung von Embraer Phenom 300 Jets beteiligen. Außerdem haben wir mit dem Flughafen Augsburg auch eine Niederlassung der UNIQ Sky Gourmet übernommen und möchten diese schon bald mit entsprechenden Cateringfahrzeugen ausstatten.

Wie sehen Sie die UNIQ aufgestellt? Gibt es Vorschläge Ihres Unternehmens für die Zukunftsplanung der UNIQ?

DMA-Group:
Die UNIQ steht für Qualität, Engagement sowie einen offenen und intensiven Meinungsaustausch. Die Ansprüche sind hoch, wenn nicht gar die höchsten in diesem Geschäft. Grundsätzlich sind wir überaus zufrieden mit der Entwicklung der Allianz in den letzten Jahren. Dennoch muss es unser Ziel sein, Vorsitzende anderer Airports mit unserer Arbeit zu begeistern und zu einer solchen Qualität zu ermutigen. Auch aus diesem Grund haben wir als UNIQ-Mitglieder unsere Präsenz in Social-Media-Kanälen vergrößert und sind mittlerweile auf Facebook, Instagram und YouTube vertreten. Außerdem ist bereits eine neue UNIQ-Webpräsenz mit einer moderneren Benutzeroberfläche entstanden. Wir sind nach meiner Meinung auf einem guten, fortschrittlichen Weg, den es mit gemeinsamem Engagement weiter zu gehen gilt.

Was wollen Sie über UNIQ oder zu anderen Themen schon immer mal sagen?

DMA-Group:
Wir danken allen Mitgliedern der UNIQ für die großartige, teils langjährige Zusammenarbeit und wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches und vor allem gesundes neues Jahr.

Danke fürs Gespräch 😊

Sehr gern!


Jahresinterview mit dem CEO der Air Icona Group, Scheich Sulman al Hamadi

Wie entwickeln sich die wirtschaftlichen Kennzahlen im laufenden Jahr? Mit welchen Zahlen rechnen Sie zum Ende des Jahres 2019 für das komplette Jahr?

Wir rechnen mit einem durchschnittlichen Gewinn vor Steuern in Höhe von 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Auslastung unserer Passagiermaschinen hat sich noch einmal verbessert und liegt bei nun 86 Prozent. Verluste schreibt das Frachtgeschäft. Hier konnten wir die Frachter nicht in dem Umfang auslasten, wie wir es uns vorgenommen haben. Konzernintern wollen wir jetzt das Jahr 2020 abwarten und dann entscheiden, inwiefern wir das Frachtgeschäft weiterführen.

Welche Höhepunkte hat das Jahr 2019 für Ihr Unternehmen gebracht?

Ein Höhepunkt war definitiv die Eröffnung des Flughafens Paris-Versaille als wichtigen Standort für Wingjet in Kontintentaleuropa. Damit verbunden war auch die Einführung des Umsteigeprogramms Hub Connect, welches sich wachsender Beliebtheit erfreut.

Aber auch vermeintliche „Kleinigkeiten“ wie die Wideraufnahme einer Flugverbindung von Sharm al Icona nach Berlin-Michelstadt oder die Ergänzung der Air Icona A380-Teilflotte um zwei weitere Maschinen sind Leuchtpunkte gewesen.

Welche konkreten Pläne hat Ihr Unternehmen? (Bautätigkeiten am Airport, Neuanschaffung für die Flotte etc. / Anm. d. Redaktion)

2020 steht als größtes Bauprojekt die Eröffnung des neuen Hauptterminals am Flughafen Sharm al Icona an. Dieses wird der Dreh- und Angelpunkt für den ganzen Airport werden. Bereits jetzt kann ich ankündigen, dass sich zukünftige Bauprojekte dann um dieses Terminal herum anschließen.

Flottenseitig wird im neuen Jahr die Verjüngung, Vereinheitlichung und Ausbau des Flugzeugparks eingeläutet. Air Icona mustert die A340-Teilflotte aus und übernimmt die ersten A350-900 und A330-900. Bei Wingjet dagegen kommen erste A320NEO hinzu.

Welche Pläne hat Ihr Unternehmen für die nähere Zukunft? Gibt es Überlegungen für die strategische Planung?

Hier steht definitiv der Flottenausbau bei gleichzeitiger Verschlankung der Prozesse an. Aktuell haben wir kleinen Teilflotten, die kostenintensiv sind. Daher sollen die Flotten typenweise schlanker gestaltet werden, dafür aber zahlenmäßig vergrößert werden.

Mit der gerade angesprochenen Eröffnung des neuen Hauptterminals wollen wir Sharm al Icona als gelungene Umsteigealternative zu den anderen Hubs im arabischen Raum entwickeln.

Beide Schritte, die Terminaleröffnung und der Flottenausbau, sind auf dieses Ziel ausgerichtet.

Wie beteiligt sich Ihr Unternehmen an der UNIQ? Wie profitiert Ihr Unternehmen von UNIQ?

Die Air Icona Group ist mit Air Icona, Wingjet und Jetsun Airways airlineseitig beteiligt, sowie mit dem Flughafen Sharm al Icona auch flughafenseitig.

Insbesondere die Airlines profitieren über die zahlreichen Anschlussverbindungen zu Zielen, die wir nicht selber bedienen. Damit können wir unseren Kunden ein umfassendes Netz an Destinationen anbieten.

Wir sind Teil einer starken Gemeinschaft, die Probleme gemeinsam bespricht und angeht. Untereinander teilen wir unsere Ideen, Ziele und Wünsche. Damit profitieren wir in jeglicher Hinsicht von einer tollen Gruppe an Airlines und Airports.

Wie sehen Sie die UNIQ aufgestellt? Gibt es Vorschläge Ihres Unternehmens für die Zukunftsplanung der UNIQ?

Mein Loblied auf die UNIQ habe ich ja gerade schon gesungen. Insgesamt sehe ich die UNIQ mit ihrem breiten Netz aus Airlines und Airports sehr gut aufgestellt. Alle Mitglieder beteiligen sich rege am Allianzleben und die Kommunikation ist sehr offen.

Verbesserungspotential sehe ich in der Anbindung der Airports untereinander. Aktuell ist Sharm al Icona beispielsweise nur an Berlin-Michelstadt, Bocholt und den Cape-Verdic-Airport angeschlossen. An anderen Airlines fliegen nur Westfalia, Cape Verdic und Bonnair nach SIC.

Da sehen wir noch ein erhebliches Ausbaupotential und ich wünsche mir diesbezüglich mehr Offenheit für neue Verbindungen. Dazu zählt auch die Offenheit für Verbindungen der fünften Freiheit. Wenn es wirtschaflich sinnvoll ist, dann hätte ich kein Problem, unsere Maschinen von Sharm al Icona über UNIQ-Airport X und dann weiter zu einem anderen Ziel fliegen zu lassen.

Was wollen Sie über UNIQ oder zu anderen Themen schon immer mal sagen?

Ich möchte etwas zu einem Ausblick ins neue Jahr 2020 sagen. In dem Jahr werden auf uns alle wieder viele Herausforderungen zukommen. Manche sind einfach zu bewältigen, manche dagegen nur sehr schwer. Unabhängig davon welche Herausforderungen auf uns zukommen: Mit unseren Freunden und Partnern der UNIQ-Allianz können wir jede Hürde meistern.

Danke fürs Gespräch 😊